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Sign in with ChatGPT: OpenAI will zu deiner Identität im Web werden

Nach Google und Apple bringt OpenAI seinen eigenen Login-Button, inklusive der Möglichkeit, dein ChatGPT-Abo mit Drittanbieter-Tools zu teilen.

Sign in with ChatGPT: OpenAI will zu deiner Identität im Web werden
Quelle : OpenAI · OpenAI Help CenterOriginal ansehen ↗

Kurz gesagt

OpenAI führt „Sign in with ChatGPT“ ein, eine Login-Option, mit der man sein ChatGPT-Konto nutzen kann, um sich bei externen Anwendungen anzumelden – Airtable, GitLab, HubSpot, Notion, Supabase und Vercel sind die ersten Partner. Über die reine Identität hinaus können manche Tools auch das im ChatGPT-Abo enthaltene Kontingent anzapfen. Ein weiterer Schritt hin zu einem ChatGPT, das zur Infrastruktur-Schicht wird – und nicht mehr nur eine App ist.

🍺 Tresen-Version

OpenAI will, dass dein ChatGPT-Konto zu deinem Web-Ausweis wird, so wie der „Weiter mit Google“-Button – nur gehalten von jemandem, der schon deine 2-Uhr-nachts-Fragen kennt. Keine Sorge, Notion oder GitLab bekommen nur deinen Namen, deine Mail und dein Foto, nicht deine Sinnkrisen-Gespräche. Der eigentliche Clou: Diese Tools können auch in dein ChatGPT-Abo greifen, um ihre eigene KI laufen zu lassen – ungefähr so, als würdest du deine Kantinenkarte der ganzen Firma leihen, mit einem festgelegten Limit. Und in der Tech-Welt gibt sich derjenige, der den Login-Button kontrolliert, selten mit nur dem Button zufrieden.

Das Wichtigste

  1. 1

    Sign in with ChatGPT ist ein Identitätsanbieter: Man kann darüber ein Konto bei einer externen Anwendung erstellen, verknüpfen oder darauf zugreifen – über das eigene ChatGPT-Konto.

  2. 2

    Die ersten Partner sind Airtable, GitLab, HubSpot, Notion, Supabase und Vercel, zusätzlich zu OpenAI Academy und ChatGPT Sites.

  3. 3

    Die Drittanbieter-App erhält nur Name, E-Mail-Adresse und Profilbild: keine Gespräche, kein Memory, keine Dateien, keine Abrechnungsdaten.

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    Manche Partner-Tools können separat anfragen, das in einem berechtigten ChatGPT-Abo enthaltene OpenAI-Kontingent zu nutzen, mit vom Nutzer festgelegten Grenzen.

  5. 5

    Jeder zusätzliche delegierte Zugriff (verbundene Apps für ChatGPT Sites, ChatGPT-Ads-Konto für HubSpot) läuft über einen separaten Autorisierungs-Flow.

  6. 6

    Für Unternehmen ist die Funktion standardmäßig aktiviert bei Organisationen ohne explizite Identitätsrichtlinie; der delegierte Zugriff auf Sites und Ads bleibt während der Admin-Preview standardmäßig deaktiviert.

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    OpenAI sammelt seinerseits Konto-Kennungen, angefragte und gewährte Berechtigungen, IP-Adresse, abgeleiteten Standort, Gerätekennungen und Sicherheitssignale.

Ein Login-Button mit OpenAI-Signatur

Sign in with ChatGPT funktioniert wie die Buttons „Weiter mit Google“ oder „Mit Apple anmelden“: Auf der Login-Seite einer Partner-Website wählt der Nutzer „Sign in with ChatGPT“ oder „Continue with ChatGPT“, überprüft die geteilten Informationen und bestätigt.

Der Dienst ist weltweit für alle authentifizierten ChatGPT-Nutzer verfügbar, auch in Enterprise-Organisationen. Er ist bereits bei OpenAI Academy und ChatGPT Sites im Einsatz und wird schrittweise bei Partner-Plugins und -Websites ausgerollt.

Die Startliste ist stark auf Entwickler und Produktivität ausgerichtet: Airtable, GitLab, HubSpot, Notion, Supabase und Vercel. Die Anmeldung wird auch beim Verbinden einer App aus dem „ChatGPT plugin directory“ angeboten.

Was die Drittanbieter-App sieht

Für die reine Anmeldung erhält die Anwendung drei Informationen: Name, E-Mail und Profilbild, falls vorhanden. OpenAI betont ausdrücklich, was der Button nicht teilt: Gespräche, Memory, Dateien, Tokens, Abrechnungsdaten oder andere Kontodaten.

Eine Anwendung kann im Anschluss jedoch delegierten Zugriff auf bestimmte Daten oder Aktionen anfragen. OpenAI nennt zwei Beispiele: eine ChatGPT Site, die Zugriff auf verbundene Apps anfragt, oder HubSpot, das Zugriff auf das ChatGPT-Ads-Konto des Nutzers anfragt.

Jede zusätzliche Berechtigung erfordert eine separate Zustimmung. Das angekündigte Prinzip ist klar: auf der einen Seite die Identität, auf der anderen der Datenzugriff.

Die geteilte Abo-Nutzung, die eigentliche Neuheit

Der strategisch wichtigste Punkt wird fast beiläufig erwähnt: Manche Partner-Tools können die Tarife, Limits und Guthaben des ChatGPT-Abos für ihre eigenen KI-Funktionen nutzen.

Nach der Anmeldung kann das Tool separat die Erlaubnis anfragen, die in einem berechtigten ChatGPT-Plan enthaltene OpenAI-Nutzung zu verbrauchen. Der Nutzer kontrolliert und begrenzt diesen Verbrauch und kann sich durchaus anmelden, ohne dieses Teilen zu akzeptieren.

OpenAI stellt klar, dass dieses „Token Sharing“ keinen Zugriff auf Gespräche oder Memory gewährt. Konkret wird das ChatGPT-Abo so zu einer Art Rechenleistungs-Wallet, das auch anderswo nutzbar ist.

Was OpenAI selbst sammelt

Die Seite unterscheidet sorgfältig zwischen dem, was die Anwendung erhält, und dem, was OpenAI verarbeitet. Zur Authentifizierung und Absicherung der Anmeldung sammelt OpenAI Konto-Kennungen, E-Mail, Authentifizierungsanbieter und den ausgewählten Workspace.

Hinzu kommen die Details der Autorisierung (App-Kennung, angefragte und gewährte Berechtigungen, Entscheidung, Ergebnis) sowie technische Daten: Session-Kennungen, IP-Adresse, aus der Anfrage abgeleiteter Standort, Browser-Version, User Agent, Gerätekennungen und Sicherheitssignale.

Mit anderen Worten: OpenAI weiß, bei welchen Anwendungen sich seine Nutzer anmelden und mit welchen Berechtigungen.

Die Kontrolle auf Unternehmensseite

Standardmäßig ist Sign in with ChatGPT für Organisationen aktiviert, die keine explizite Identitätsrichtlinie festgelegt haben. Bestehende Allow- oder Blocklisten bleiben weiterhin gültig.

Die Verwaltung erfolgt im Bereich External Access der OpenAI Admin Console, der globalen Admins vorbehalten ist: Ein Workspace-Owner oder -Admin hat dieses Recht nicht automatisch.

Während der Admin-Preview für ChatGPT-Business- und -Enterprise-Kunden ist der delegierte Zugriff für ChatGPT Sites und Ads standardmäßig deaktiviert und erfordert eine explizite Genehmigung, die die Zustimmung jedes einzelnen Mitglieds nicht ersetzt. Interessierte Entwickler werden gebeten, ein Formular auszufüllen.

“Subscription sharing does not give the tool access to your ChatGPT conversations or memory.”
“For identity sign-in, the external application receives only your name, email address, and profile picture, if you have one.”
“By default, Sign in with ChatGPT is enabled for organizations that have not set an explicit identity policy.”

Warum es zählt

Hinter dem Anschein einer technischen Hilfeseite steckt hier eine Plattform-Ambition. Der Login-Button ist eines der mächtigsten Assets im Web: Google, Apple und Facebook haben das längst verstanden, denn es stellt den Anbieter ins Zentrum der Nutzer-Journeys und verschafft ihm einen Blick auf das Ökosystem. OpenAI, mit hunderten Millionen Konten, reiht sich nun mit diesem Club ein – zunächst mit Fokus auf Entwickler- und Produktivitäts-Tools. Die eigentliche Besonderheit liegt aber woanders: Die geteilte Abo-Nutzung macht ChatGPT zu einem Zahlungsmittel für KI-Rechenleistung. Für Notion oder Vercel bedeutet das, KI anbieten zu können, ohne die Kosten dafür zu tragen; für OpenAI bedeutet es, das Abo schwerer kündbar zu machen und zum Standardanbieter für KI-Funktionen bei Drittanbietern zu werden. Zwei Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit: die standardmäßige Aktivierung bei Organisationen ohne explizite Richtlinie, die die übliche Vorsichtslogik in Unternehmen umkehrt, sowie die Liste der Daten, die OpenAI bei jeder Anmeldung sammelt und die ihm eine detaillierte Kartierung der von seinen Kunden genutzten Tools verschafft. Die angekündigte Trennung zwischen Identität und delegiertem Zugriff ist auf dem Papier streng; es bleibt abzuwarten, ob die Nutzer wirklich jeden Zustimmungsbildschirm lesen werden.

#openai#chatgpt#authentifizierung#plattform#datenschutz#unternehmen
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